Persönlichkeitsentwicklung, drei Bausteine

Wie wichtig unsere Persönlichkeit und deren Entwicklung ist, konnte erst kürzlich eine Studie um Nobel Laureate und James Heckman zeigen. Deren Ergebnis lässt sich so zusammenfassen: (Beruflicher) Erfolg hängt mehr von Ihrer Persönlichkeit als Ihrer Intelligenz ab.

Entsprechend wichtig ist es, an eben dieser Persönlichkeitsentwicklung und seinem Charakter zu arbeiten…

Persoenlichkeitsentwicklung-3-Baustein-Saeulen

Vergleichen lässt sich die Persönlichkeitsentwicklung vielleicht noch am ehesten mit der Arbeit eines Bildhauers: Auch der versucht aus einem Felsblock eine Figur nach seinen Vorstellungen herauszuarbeiten. Das ist zwangsläufig mit Veränderungen verbunden, die für den Stein nicht immer angenehm und für den Bildhauer anstrengend sind.

Um diesen Gestaltungsprozess überhaupt in Gang zu bringen, sind drei wesentliche Bausteine erforderlich – wenn Sie so wollen, die drei Säulen der Persönlichkeitsentwicklung:


  1. Selbsterkenntnis

    Am Anfang steht – wie so oft – das eigene Bewusstsein dafür, wer man ist: Was zeichnet Sie aus? Was ist typisch? Was macht Sie einzigartig? Dazu zählen Talente ebenso wie Temperament, Stärken oder Schwächen. Praktisch das Inventar, das Ihnen in die Wiege gelegt wurde und heute schon Ihren Charakter prägt (dabei können auch einige Persönlichkeitstests helfen). Wichtig ist, dass diese Bestandsaufnahme noch ohne jede Bewertung erfolgt. Analysieren Sie lediglich nüchtern, wer und wie Sie sind. Dabei helfen Selbstreflexion ebenso wie Feedback durch gute Freunde – also der Abgleich von Fremd- und Selbstwahrnehmung.


  2. Selbstakzeptanz

    Diese Punkt klingt ein wenig widersprüchlich, da doch die Persönlichkeitsentwicklung gerade nicht den status quo akzeptiert, sondern bewusst verändern will. Stimmt. Und doch ist es vor der eigentlichen Entwicklung enorm wichtig, sich selbst zu lieben und anzunehmen, wie man (aktuell) ist. Persönlichkeitsentwicklung ist keine Selbsttherapie. Sie wollen dabei auch nicht wie jemand anderes werden, sondern das Beste aus sich herausholen, was längst in Ihnen steckt. Und das ist nicht nur eine Menge – es ist auch gut. Akzeptieren Sie das. Wer sich selbst nicht akzeptiert, wird ansonsten bei der Entwicklungsarbeit immer wieder in Selbstschutzmechanismen verfallen.


  3. Selbstveränderung

    Hier beginnt der eigentliche Prozess – die Entwicklung. Entscheidend dafür ist natürlich, dass Sie ein konkretes Ziel vor Augen haben, wie und wohin Sie sich entwickeln wollen. Das kann Verhaltensmuster und Gewohnheiten ebenso betreffen, wie bestimmte Eigenschaften und Fähigkeiten. Allerdings – und das muss man gleich zu Beginn sagen – ist Persönlichkeitsentwicklung nichts, was mal eben so nebenbei passiert, jedenfalls nicht, wenn Sie selbst die Entwicklung dirigieren wollen. Der Prozess erfordert viel Willenskraft, Mut und Disziplin. Denn bis sich solche Veränderungen spürbar manifestieren und eingeschliffen sind, braucht es mehrere Wochen bis Monate – etwaige Rückschläge inklusive.


    Natürlich sind alle drei Säulen von einander abhängig und bedingen sich gegenseitig. Das Ziel der Persönlichkeitsentwicklung ist letztlich, handlungsfähiger und unabhängiger zu werden. Reife Persönlichkeiten (die deswegen aber nicht ausentwickelt sind), zeichnen sich meist durch mentale Stärke, hohe Lebenszufriedenheit und ausgeprägte Problemlösungs- sowie Krisenbewältigungskompetenzen (Fachbegriff: Resilienz) aus. Persönlichkeitsentwicklung kommt damit allen Lebensbereichen zugute – somit auch der Karriere.

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