Persönlichkeitsentwicklung hat Risiken und Nebenwirkungen

Persönlichkeitsentwicklung WachstumHelmut Schmidt bemerkte einmal zynisch: Wer Visionen habe, solle doch bitte zum Arzt gehen. Schmidt war nun mal Pragmatiker und Realist, das erklärt seine Aversion gegen den Begriff. Gleichwohl braucht die Persönlichkeitsentwicklung eine solche Vision – eine Art Idealbild von uns selbst, wer und wie wir sein könnten.

Auch hier passt der Vergleich mit dem Bildhauer: Er muss bereits vor dem ersten Meißelstich ein Bild von der fertigen Statue im Kopf haben, um sie anschließend Schritt für Schritt und Ebene für Ebene aus dem Steinblock herauszuarbeiten.

Das bedeutet zugleich: Das Bild, das wir von uns selbst entwerfen, muss realistisch sein. Ohne die Bildhauer-Metapher jetzt überstrapazieren zu wollen: Man kann aus einem zwei Kubikmeter Steinblock keine Kugel mit einem Durchmesser von fünf Metern klopfen.

Persönlichkeitsentwicklung kann keine Wunder vollbringen, wir werden dadurch auch keine gänzlich anderen Menschen. Allerdings machen wir – bei aller Authentizität – dabei eine Art Metamorphose durch – mit veritablen Risiken und Nebenwirkungen, die uns bewusst sein sollten:

  • Sie werden sich selbst besser kennenlernen – auch die dunklen Seiten.
  • Sie werden liebgewonnene Komfortzonen verlassen müssen.
  • Sie werden Ihre persönlichen Grenzen kennenlernen und akzeptieren lernen.
  • Sie werden mehr Selbstverantwortung übernehmen müssen.
  • Sie werden auf Ablehnung stoßen.
  • Sie werden Freunde verlieren, weil diese sich nicht mitentwickeln.
  • Sie werden an Selbstwert gewinnen – und sich schwerer tun mit Menschen, die diesen Wert nicht erkennen.

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