Muskelkater was nun?

Das erste Mal Krafttraining, die erste Langlaufeinheit, ein Badminton-Match mit Kollegen, die Bergtour mit vielen Bergpassagen – oder der klassische Marathon, nachdem man nur noch rückwärts die Treppe runterkommt: Muskelkater kennen wohl alle, die ab und zu Sport treiben, ab und zu sportlich etwas ausprobieren oder ab und zu sportlich über die Stränge schlagen.


RISSE IN DER MUSKULATUR

Einfach ausgedrückt ist Muskelkater die Folge einer Bewegungsform, die sich der Körper bzw. die Muskulatur nicht oder nicht mehr gewohnt ist. Also Sportarten, die gänzlich neu sind oder die Muskulatur besonders belasten oder Sportarten mit ungewohnten Bewegungsabläufen.

Muskelkater kann jeden treffen, der sich die Bewegung nicht gewohnt ist, und sei er noch so fit und austrainiert.

Bei der sportlichen Überforderung entstehen kleine Mikrotraumata im belasteten Muskelgewebe, die schlussendlich für die Beschwerden verantwortlich sind. Durch die Entzündungen, die durch die Mikrotraumata entstehen, bilden sich durch Eindringen von Wasser Ödeme. Muskelkater ist also keine Heldentat, sondern eine kleine Verletzung, die entsprechend auskuriert werden sollte, bevor man erneut ernsthaft Sport treibt.

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WIE BEHANDELT MAN MUSKELKATER?

Hat man sich einen Muskelkater eingefangen, gibt es kein Allheilmittel: Meist hilft sanft bewegen. Man sollte weder komplett auf Bewegung verzichten noch – wie das früher ab und zu der Fall war – versuchen, den Muskelkater mit erneutem Sport zu vertreiben.

Schwimmen, lockeres Spazieren, alles was die Durchblutung anregt aber keine extreme Belastungen auf den Körper sowie die schmerzende Muskulatur ausübt.

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Zwar wird Muskelkaterschmerz kurzfristig mit Bewegung und der damit einhergehenden verbesserten Durchblutung subjektiv oft als geringer wahrgenommen, er kommt aber in Ruhe mit Sicherheit noch fast heftiger zurück als beim ersten Mal. Der „Höhepunkt“ des Schmerzempfindens bei Muskelkater erfolgt übrigens meist nicht am Tag darauf, sondern erst am zweiten Tag nach der Belastung.

Wie Stark der Muskelkater ausfällt hängt von der Dauer der Muskelbelastung, deren Intensität, dem Trainingszustand der Muskulatur sowie dem Anteil der exzentrischen Muskelarbeit (beispielsweise beim Bergablaufen) ab.

Der Schmerz klingt meist nach einigen Tagen zwar ab, aber die Heilungsdauer kann zeitweise sogar Wochen betragen.


WIE VERHINDERT MAN MUSKELKATER?

Die Dosis macht das Gift, langsam steigern und vernünftig dosieren. Sport bei geringen Intensitäten beginnen, zuerst nur kurze Zeit betreiben und Schritt für Schritt dosiert steigern. Ungewohnte, mit hohem Krafteinsatz verbundene Übungen sind ebenso zu vermeiden wie das brüske Dehnen ermüdeter und stark beanspruchter Muskeln.

Die Dosis macht das Gift

 

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