Wer als Läufer oder Läuferin an einem Trailrun teilnehmen will mit vielen Abwärtspassagen, sollte diesem Umstand in der Vorbereitung gezielt Rechnung tragen. Denn auch richtiges Bergablaufen muss geübt werden. Die Kunst besteht darin, möglichst rund, möglichst bewusst und möglichst aktiv zu laufen und sich nicht einfach (mit langem Schritt und gestrecktem Bein) passiv in den Schritt fallen zu lassen. Besser rollt man mit kurzen Schritten locker über die Ferse oder, noch besser, über den Mittelfuss ab. Die wichtigsten Punkte:
- Leicht breitbeinig und sitzend laufen, so kann man jederzeit auf Unebenheiten reagieren und man verliert das Gleichgewicht nicht so rasch. Wer schnell runterläuft, sollte auf einen gleichmässigen Atemrhythmus achten, um Seitenstechen zu verhindern.

- Nicht zu locker laufen und immer eine Portion Restspannung in der Beinmuskulatur aufrechterhalten. So ist man jederzeit bereit, einen möglichen Misstritt aufzufangen.
- Der Blick sollte zwischen Nah und Fern pendeln. Wer nur gerade vor die Füsse schaut, kann nicht vorausschauend den idealen Weg wählen und wird im letzten Moment vom Hindernis überrascht.
- Wer weiss, dass er in Training oder Wettkampf viel und steil abwärts laufen wird, sollte sich die Wahl der Schuhe gut überlegen. Trailschuhe sind so gebaut, dass die Füsse dicht am Boden sind, um ein Umknicken zu verhindern. Zu viel Dämpfung, besonders in der Ferse, verhindert die nötige Kontrolle des Fusses. Man fühlt den Untergrund zu wenig und kann nicht auf Unebenheiten und Überraschungen reagieren.
- Auf der anderen Seite hat ein gut gedämpfter Trailschuh (wie beispielsweise Hoka One One-Modelle) auch in der Trailgemeinde viele Anhänger, weil mit einer guten Dämpfung die Muskulatur geschont werden kann, was sich vor allem bei Trailruns mit langen und nicht allzu steilen Abwärtspassagen bewährt.
- Ebenfalls wichtig: Ein Trailschuh sollte genügend gross gewählt werden, damit die Zehen nicht bei jedem Schritt vorne anstossen.

- Kleiner Schritte dafür höhere Frequenz, damit rasch auf Unebenheiten oder generell nicht vorgesehenes reagiert werden kann. Zudem sind dann die Belastungen auf die Muskeln und Gelenke kleiner bzw. besser verteilt.
Viel Spass beim Bergablaufen!


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