Ist Muskelkater

Stimmt es, dass Muskelkater am zweiten Tag am schlimmsten ist?

Der Schmerz muss nicht immer genau am zweiten Tag am stärksten sein. Fest steht aber: Muskelkater tritt mit zeitlicher Verzögerung auf. Laut dem Deutschen Ärzteblatt erreicht er nach ein bis drei Tagen seinen Höhepunkt und dauert etwa eine Woche.

In den Muskelfasern selbst befinden sich nämlich keine Schmerzrezeptoren. Die Entzündungsstoffe, die durch die Risse im Gewebe gebildet werden, müssen also erst nach draußen transportiert werden und mit den dortigen Nervenzellen in Kontakt kommen. Das dauert.

Wenn es schon beim Sport weh tut, sind das übrigens Ermüdungsschmerzen – kein Muskelkater. (aerzteblatt.de)


Kann man an einer bestimmten Körperstelle wirklich nur einmal Muskelkater bekommen?

„Muskelkater ist durch die gleiche Bewegung für mehrere Wochen nicht erneut auslösbar“, heißt es im Deutschen Ärzteblatt. Tatsächlich stellt sich der Körper auf die Belastung ein: „Wenn ich heute zehn Liegestützenmache, und drei Tage später noch einmal, werde ich da nicht wieder Muskelkater haben“.

Wenn man allerdings die Belastung steigert, oder erst nach längerer Pause wieder trainiert, könne man natürlich erneut Muskelkater bekommen.


Hilft Dehnen gegen Muskelkater?

Ziel von Dehnübungen ist, Muskeln in die Länge zu ziehen. Bei einigen Sportarten, Tanzen oder Turnen zum Beispiel, dient das als Vorbereitungauf das Training. Bei anderen, wie Laufen oder Boxen, werden die zusammengezogenen Muskeln so nach dem Training wieder auf ihre normale Länge gebracht.

Ob sich dieses Dehnen positiv auf den Muskelkater auswirkt, oder ihn im Gegenteil noch verschlimmert, ist laut Fitnessmanagerin Andrea umstritten. Eine australische Studie zum Beispiel hat festgestellt, dass Dehnen nicht vor Muskelkater schützt und auch kaum Auswirkungen auf seine Reduzierung hat – und zwar egal, ob man vor oder nach dem Training dehnt.

Wichtig sei, sich vor dem Sport gut aufzuwärmen, sagt Andrea. Das könne schlimmere Verletzungen verhindern.

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