Der gesunde Essrhythmus, versuche dein Leben zu optimieren.
Das intermittierende Fasten beschreibt nicht etwa eine spezielle Form des typischen Fastens. Das intermittierende Fasten bezeichnet hingegen einen bestimmten Essrhythmus. Man isst dabei also – im Vergleich zum echten Fasten – sehr wohl, nur eben zu bestimmten Zeiten und vor allem nur in bestimmten Zeitabständen. Man wechselt dabei zwischen Zeiten der normalen Nahrungsaufnahme und der Nahrungskarenz. Die Risiken für altersbedingte Krankheiten werden dadurch reduziert, das Abnehmen gelingt leichter und man lebt länger, so zumindest die Versprechen einzelner Studien und Bücher.
Viel wichtiger bei der ganzen Methode ist unsere Meinung nach, das wir wieder bewusster Essen und uns um unsere Nahrungsaufnahme mehr Gedanken machen. Siehe dazu den Beitrag zum BioHacking.
Das Überangebot
an Nahrungsmittel
macht uns krank!
Für uns moderne Menschen ist es normal, ein kontinuierliches Nahrungsangebot zur Verfügung zu haben. Schließlich gibt es im Supermarkt zu jeder Zeit alles, was unser Herz begehrt - und das auch noch im Überfluss. Für unsere Vorfahren, die als Jäger und Sammler lebten, war dies natürlich nicht der Fall. Bevor der Mensch sesshaft wurde und lernte, Ackerbau und Viehzucht zu betreiben, gab es immer wieder Tage, an denen keine feste Nahrung zur Verfügung stand. Das klingt in unseren heutigen verwöhnten Ohren ziemlich dramatisch. Doch schadeten diese unfreiwilligen Fastentage keineswegs. Im Gegenteil. Sie entlasteten den Organismus und machten ihn widerstandsfähiger.
Fastentage entlasten
und verbessern die Gesundheit
Obwohl Überernährung bekanntermaßen kardiovaskuläre Erkrankungen fördert und mit einer erhöhten Krankheits- und Sterberate in Verbindung gebracht wird, fällt es vielen Menschen schwer, ihre Nahrungsaufnahme zu kontrollieren oder auch nur zu reduzieren.
Aus diesem Grund ist die Ernährungsweise unserer Urahnen wieder in den Mittelpunkt zahlreicher Forschungen gerückt. Man möchte herausfinden, ob gesundheitsfördernde Effekte diätetischer Lebensweisen auch ohne eine reduzierte Nahrungsaufnahme möglich sind.
Dabei kommen verschiedene Studien zum Schluss, dass allein ein alternierender (abwechselnder) Rhythmus in der Nahrungsaufnahme kardiovaskuläre Risikofaktoren minimieren, vor degenerativen Erkrankungen des Nervensystems schützen und in vielerlei Hinsicht die Gesundheit verbessern kann – und genau dieser alternierende Rhythmus in der Nahrungsaufnahme wird intermittierendes Fasten genannt.
Ganz nebenbei wird es so auch recht einfach möglich Nahrungsunverträglichkeiten sowie Intoleranzen festzustellen. Denn durch den Verzicht auf gewisse Nahrungsmittel beziehungsweise die Versorgungsunterbrechung gewisser Nährstoffe und dadurch bedingte Umstellungen im Körper bewirken eine Steigerung des Wohlbefinden oder auch Verringerung und können dadurch auf solche Dinge hinweisen.
Das intermittierende Fasten – Wie funktioniert das?
Die Durchführung des intermittierenden Fastens ist denkbar einfach. Auf Phasen der normalen Nahrungsaufnahme folgen Zeitabschnitte, in denen man nichts isst.
Es gibt zwei Basis-Varianten des intermittierenden Fastens, die wiederum zahlreiche Variationen ermöglichen.
1. Ein Fastentag pro Woche
Das intermittierende Fasten könnte beispielsweise so ablaufen, dass man an einem Tag pro Woche fastet, also nichts isst. Manche Menschen legen auch zwei Fastentage pro Woche ein, fasten also zum Beispiel jeden Montag und jeden Donnerstag. Andere wiederum essen und fasten im 24-stündigen Wechsel. Die letztgenannte Variante stellt natürlich die intensivste Form des intermittierenden Fastens dar. Hierbei isst man am einen Tag nach Belieben, am nächsten Tag nimmt man gar keine Kalorien zu sich. Zur Deckung des Flüssigkeitsbedarfs an den Fastentagen dienen Wasser und ungesüsste Tees. Um einen gewünschten Effekt wie Gewichtsabnahme oder gesundheitliche Verbesserung zu erzielen, ist es sinnvoll, die intermittierenden Fastentage in möglichst kurzen Zeitabständen einzusetzen. So sollte täglich oder im Verhältnis 2 zu 1 (2 Tage essen, 1 Tag fasten) gewechselt werden. Dieser Rhythmus sollte so lange beibehalten werden, bis die gewünschten Fastenziele erreicht sind. Hat man das Wunschgewicht erreicht, fühlt man sich besser oder zeigen die Blutbilder, dass alles wieder im Lot ist, können die Fastentage wieder seltener werden.
2. Tägliche Fastenperioden
Das intermittierende Fasten kann aber auch täglich durchgeführt werden, nämlich indem man jeden Tag 16, 18 oder auch 20 Stunden fastet. Gerade Einsteigern fällt diese Variante häufig viel leichter als die erste. Hierbei muss man keinen ganzen Tag auf feste Nahrung verzichten, sondern darf während 8, 6 oder 4 Stunden essen, den Rest der Zeit nimmt man weder kalorienhaltige Getränke noch Speisen zu sich. Nun sollte man aber in diesen 4 bis 6 Stunden natürlich nicht permanent essen, sondern zwei Mahlzeiten zu sich nehmen und ausserdem in jedem Fall ein Überessen vermeiden. Will man also beispielsweise während 6 Stunden essen und 18 Stunden fasten, so könnte ein Tagesablauf so aussehen: Man nimmt die erste Mahlzeit (ein spätes Frühstück oder ein frühes Mittagessen) um 11 Uhr ein und schon um 16 Uhr gibt es das Abendessen. Man fastet also von etwa 17 Uhr (Ende der zweiten Mahlzeit) bis am nächsten Tag um 11 Uhr. Eine dritte Mahlzeit fällt somit aus.
Probieren Sie es aus!
Das intermittierende Fasten lohnt sich. Probiere es aus! Starte ganz entspannt, z. B. mit einer 16 stündigen Fastenperiode. Nimm die erste Mahlzeit um 10 Uhr ein und Ihre zweite Mahlzeit um 17 Uhr.
Gestalten die beiden Mahlzeiten nach den Richtlinien der basenüberschüssigen Ernährung, speisse langsam, kaue gründlich, geniessen bewusst jeden Augenblick und trinke zwischen den Mahlzeiten nur Wasser oder einen aromatischen basischen Kräutertee als Beispiel.


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