Badekappen sind sexy. Natürlich nicht, aber wir schreiben trotzdem über sie. Ab und an sehen wir sogar Profi Athleten mit zwei Badekappen, dahinter stecken zwei Gründe.
Wir erinnern uns an die Zeit von Olympia 2000 in Sydney, als alle Schwimmer in Ganzkörper-Badeanzügen antraten, um schneller zu sein. Die Athleten versuchen viel, um weniger Wasserwiderstand zu haben: Waxing am ganzen Körper, wie man vom Startblock ins Wasser gleitet und so weiter. Und nun zwei Badekappen übereinander?
Auch Michael Phelps tat das. Aber macht eine extra Schicht nicht langsamer im Wasser? Nicht unbedingt. Denn die Gründe dafür sind logisch und nachvollziehbar. Eine der Assistenz-Trainerinnen des US-Schwimmer-Teams hat während der Olympischen Spiele 2012 in London eine Erklärung dafür abgegeben.
Zum einen dient die zweite Badekappe natürlich dazu, die Schwimmbrille zu stabilisieren. Die wird über die erste Kappe gezogen (direkt auf den Haaren kann sie leichter verrutschen und es ziept ungemein), die zweite Kappe hält sie fest. Denn wenn man mit Energie ins Wasser springt, kann die schon mal runterrutschen. Oder sie verrutscht so, dass Wasser in die Schwimmbrille gelangt. Sehr unangenehm.
Diesen Grund hätten wir uns denken können. Der zweite aber ist neu. Denn die zwei Badekappen bestehen aus unterschiedlichen Materialen. In dieser Kombination reduzieren sie den Wasserwiderstand am besten. Dabei ist die erste typischerweise aus Latex. Die bleibt besser auf dem Kopf und rutscht nicht. Latex wirft aber Falten – wodurch man langsamer durchs Wasser kommt.
Deshalb ist die zweite Kappe aus Silikon. Die bleibt in Form und knittert nicht. Das heißt: weniger Widerstand.
Aber nicht für jeden Athleten sind zwei Badekappen etwas. Wir sehen immer noch welche, die nur eine tragen. Ist eben Geschmackssache.
Ihr habt jetzt auch Lust aufs Schwimmen bekommen? dann ab ins Schwimmbad jetzt kommt so oder so die schmuddelig kalte Winterzeit, und wir bewegen uns weniger im Freien.



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