E-Fuels

LÄUTEN SIE DAS ENDE FOSSILER BRENNSTOFFE EIN?

Technisch wäre es bereits seit längerer Zeit möglich, unsere fossilen Brennstoffe durch chemisch im Labor erzeugten, „E-Fuels“ zu ersetzen.  Riesiger Vorteil dieser künstlich hergestellten Treibstoffe, Sie wären ideal auf unsere Bedürfnisse zugeschnitten, mit einem minimalem bis komplett reduzierten Schadstoffausstoß. Warum das noch nicht in die tat umgesetzt wurde, dafür gibt es einige Gründe, einige davon findet ihr im Bericht unten:


E-FUELS – TREIBSTOFF DER ZUKUNFT?

Die Vorteile von flüssigen Treibstoffen liegen auf der Hand. Sie lassen sich gut speichern, transportieren und sind vielseitig einsetzbar. In Deutschland bilden sie die Grundlage für die industrielle Wertschöpfungskette. Im Verkehrssektor entfallen 98 Prozent der Antriebsenergie auf flüssige Treibstoffe wie unter anderem Diesel oder Benzin. Im Bereich der Heizenergie liegt der Anteil bei 22 Prozent. Das bedeutet, dass etwa 20 Millionen Menschen in ölbeheizten Gebäuden wohnen. Im chemischen Segment liegt der Anteil bei 16 Prozent. Synthetisch gewonnene Energieträger wären also eine echte Alternative. Wird der für die Herstellung nötige Strom aus erneuerbaren Energien geliefert, wäre die Energieversorgung weitgehend Treibhausgas neutral.


PREISLICH WETTBEWERBSFÄHIG


Wie das Wirtschaftsforschungs- und Beratungsunternehmen Prognos in seiner Studie untersucht hat, könnten aus heutiger Sicht synthetische Treibstoffe im Jahr 2050 zu Kosten zwischen 70 Cent und 1,30 Euro pro Liter hergestellt werden. Voraussetzung dafür sind jedoch optimale Standortbedingungen. Damit wäre der künstlich erzeugte Energielieferant für Verbraucher je nach Anwendung gegenüber rein strom basierten Lösungen preislich wettbewerbsfähig. „Voraussetzung hierfür ist ein groß-industrieller Einstieg in die PtL-Technologie, damit die in der Studie angenommenen Lerneffekte erzielt und Kosten gesenkt werden können. Natürlich sollte PtL zudem so effizient wie möglich eingesetzt werden“, erklärt Jens Hobohm von Prognos. PtL bedeutet Power to Liquid und ist Synonym für das synthetische Verfahren, bei dem aus Strom, Wasser und Kohlenstoff flüssige Energielieferanten hergestellt werden.


KOSTEN BREMSEN E-FUEL-ENTWICKLUNG


Bis jetzt ist die Herstellung großer Mengen von E-Fuel noch viel zu teuer. Die Deutsche Energie-Agentur denarechnet vor: Momentan kostet die Herstellung pro Liter E-Fuel bis zu 4,50 Euro pro Liter Dieseläquivalent. Zwar wird erwartet, dass die Kosten gesenkt werden können. Allerdings erfordert das laut dena auch signifikante Investitionen in erneuerbare Stromerzeugung. Erschwerend kommt hinzu, dass die Energieeffizienz der synthetischen Treibstoffe vier bis sechs Mal geringer ist.
Audi ist einer der wenigen Autobauer, der die Entwicklung von E-Fuel in seine Unternehmensstrategie integriert hat. Im März dieses Jahres gab der Hersteller bekannt, dass im Rahmen des e-gas Projekts eine größere Charge von 60 Litern E-Benzin hergestellt werden konnte. Audi zufolge ist das die größte jemals produzierte Menge. Das zeigt, dass noch viel Entwicklungsarbeit nötig ist, um E-Fuel flächendeckend einzusetzen. Zudem ist es weiterhin fraglich, wie Klimaziele umgesetzt werden können, die Zeit drängt.

QUELLE: Innovation Origins
Bild: automobilwoche.de

 

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