eine von vielen Projektmanagement Methoden vor allem in der Softwareentwicklung.
Scrum wird immer wieder kontrovers diskutiert, Scrum ist kein starres Framework, welches keinerlei Anpassungen erlaubt. Wer Scrum zu 100% im Team eingeführt hat wird wissen, dass es viele Methoden gibt (Retrospektive), welche Anpassungen ermöglichen und erlauben. Scrum ist lebendig und passt sich dem Team an bzw. wird vom Team angepasst.
Fake it until you make it„.
„Unbekannt“
Dieser Ansatz bringt euch mit Sicherheit ans Ziel einer optimierten Kapazitäts- und Aufgabenplanung durch Scrum, aber ist nicht für alle Personen authentisch und Methoden anwendbar.
Was ist Scrum
Scrum ist eine agile Projektmanagementmethode, welche vor allem der agilen Softwareentwicklung dient.
Durch die Methode Scrum werden folgende Werte des agilen Manifests verkörpert:
- Individuen und Interaktionen vor Prozessen und Werkzeugen
- Funktionsfähige Produkte vor umfassender Dokumentation
- Zusammenarbeit mit dem Kunden vor Vertragsverhandlungen
- Eingehen auf Änderungen vor strikter Planverfolgung
Anwendungsmöglichkeiten von Scrum
Scrum kommt immer dann zum Einsatz, wenn der Outcome eines Projektes nicht komplett klar ist. Scrum ist ein Rahmenwerk, welches auf Veränderungen reagiert und diese geschickt durch Prozesse und Vorgaben einbindet. Das Projektziel sollte zum Scrum Rahmenwerk passen. Das Entwicklungsziel muss sich also in einzeln realisierbare Teilziele (Funktionalitäten, Eigenschaften) zerlegen lassen, die dann Sprint für Sprint umgesetzt werden. Ist das nicht möglich, ist Scrum und Agil auch nicht die geeignete Methode für das Projekt.
3 Säulen von Scrum

5 Werte von Scrum
- Engagement
„All-in“ Teamwork. Das Team wird von realistischen und klar definierten Zielen geleitet. Verantwortlichkeiten sind somit eindeutig und Teammitglieder können ihren Verpflichtungen nachkommen. - Fokus
Mit dem richtigen Engagement und deutlichen Zielen konzentrieren sich die Teammitglieder auf ihre eigenen Aufgaben und wissen, die anderen Mitglieder machen dasselbe. Scrum ist sehr iterativ. es werden nur wenig spezifische Ziele gleichzeitig verfolgt. Blockaden werden schnell aus dem Weg geräumt - Offenheit
Scrum baut auf Offenheit und Transparenz auf. Die Arbeit eines jeden muss ersichtlich sein und entsprechend analysiert werden können. Eine positive Feedbackkultur wird gepflegt. Personen die sich von Teamarbeit bedroht fühlen, könnten sich im Scrum Rahmenwerk schwer tun. Kein Mikromanagement, sondern Aufbau auf den Agilen Prinzipien von Empirismus: Transparenz, Introspektion, Anpassung. (Empirismus bedeutet Wissen, welches auf gesammelten Erfahrungen beruht) - Respekt
Das Team hat die Verantwortung für einen respektvollen Umgang miteinander. Stärken und Schwächen eines jeden einzelnen sollten im Team bekannt sein und entsprechend genutzt werden, sodass das Team im Gleichgewicht untereinander ist. - Mut
Jeder im Team muss dem anderen gegenüber ehrlich sein. Ehrlichkeit kann auch manchmal weh tun, es bedarf also einer gewissen Portion Mut im Team. Mentalitäten wie „Das haben wir schon immer so gemacht“ oder „Das zählt nicht zu meinen Aufgaben“ gilt es zu überwinden. Bei Scrum geht es darum, das Team zu fragen, was wir lernen können. Und zu sich selbst ehrlich zu sein. „Habe ich heute wirklich die beste Arbeit abgeliefert, zu der ich imstande war?“ Ein Team, das eine Agile Methode bejaht, befindet sich in einem Prozess von Veränderungsmanagement. Scrum ist mehr als ein einfacher Leitfaden für das nächste Projekt.
Scrum Prozess
Wie läuft der Scrum Prozess ab?
Der Scrum-Prozess lässt sich in fünf Aktivitäten aufgliedern:
- Sprint
- Sprint Planning
- Daily SCRUM
- Sprint Review
- Sprint Retrospective
Der Sprint
Der Sprint ist der Kern der Methode Scrum und bildet eine Klammer um die anderen Aktivitäten. Hierbei werden die Ideen in einer bestimmten Zeitdauer umgesetzt. Die Zeitdauer eines Sprints beträgt i.d.R. zwischen 2 und 4 Wochen. In Abhängigkeit der Menge an Anforderungen sind Sprints wiederkehrend (iterativ).
In der Anfangsphase kann die Dauer eines Sprints nach Bedarf angepasst werden, jedoch sollte die Länge eines Sprints eingehalten und nicht mehr abgeändert werden.
Spring Planning
Während der Sprintplanung werden gemeinsam mit dem Team die Aufgaben definiert, die in dem kommenden Sprint umgesetzt werden sollen. Ziel der Sprintplanung ist der Sprint-Backlog und ein Sprint Ziel (Sprint Goal). Die Sprintplanung soll ca 1h/Sprint-Woche beanspruchen. Anhand von Schätzmethoden (Panning Poker, Magic Estimation – Storypints) eruiert das Team die Dauer für die Umsetzung der Anforderungen. Dabei ist es hilfreich folgende Fragen als Leitfaden heranzuziehen:
→ Warum ist dieser Sprint wertvoll?
Durch die Rolle des Product Owner wird ein Vorschlag gemacht, welchen Mehrwert dieser Sprint bringen sollte. Anschließend wird das Sprintziel vom Team gemeinsam erarbeitet.
→ Was kann in diesem Sprint abgeschlossen werden?
In erster Linie ist es wichtig, dass sowohl Product Owner, Scrum Master als auch das Entwicklungsteam ein gemeinsames Verständnis über die Anforderungen haben. Somit kann das Entwicklungsteam gezielt Aufgaben aus dem Product Backlog wählen und sie in den Sprint Backlog des folgenden Sprints legen, um so die Anforderungen (Sprint Goal) zu erfüllen.
→ Wie wird die ausgewählte Arbeit erledigt?
Die ausgewählten Aufgaben aus dem Product Backlog werden vom Entwicklungsteam in kleinere unabhängige Teilaufgaben untergliedert. Dabei soll ein Umsetzungsplan für die zu erledigende Arbeit erstellt werden. Im Umsetzungsplan werden Zuständigkeiten und Verantwortliche für die einzelnen Teilaufgaben festgehalten.
Daily SCRUM
Das Daily Scrum ist ein tägliches Stand-up-Meeting mit dem Zweck das Entwicklerteam, Scrum Master und Product Owner, kurz und knapp über die aktuelle Situation zu informieren. In einer lockeren Atmosphäre soll in maximal 15 Minuten folgende Leitfragen geklärt werden:
→ Was habe ich seit dem letzten Daily gemacht/erledigt?
→ Was werde ich bis zum nächsten Daily machen/erledigen?
→ Welche Hindernisse oder Risiken gibt es?
Sprint REVIEW
Der Sprint Review ist ein Meeting das nach jedem Sprint abgehalten wird. Dabei werden, meistens an einem Freitag in 60min pro Iteration (Sprintwoche), die erzielten Resultate bzw. die in der Iteration abgeschlossenen Arbeiten/Fortschritte präsentiert. Teilnehmer sind das Entwicklerteam, Scrum Master, Product Owner und optional Projekt-Stakeholder. So kann analysiert werden, ob die entwickelten Lösungen mit den Bedürfnissen der Zielgruppe übereinstimmen. Dadurch erhält das Team direktes Feedback, was in weiterer Folge eingearbeitet bzw. in Product- oder Sprint Backlog übertragen werden kann.
Sprint Retrospektive
Dieses Treffen findet am Ende eines Sprints statt. Dabei wirft das Scrum-Team einen Blick zurück auf den Sprint und bewertet die Zusammenarbeit. Im Gegensatz zum Sprint Review sind keine Projekt-Stakeholder beteiligt. Das Meeting dauert ca. 45min/Iteration. In Retrospektiven liegt der Fokus auf dem Team selbst. Das Team soll herausfinden, was während einer Iteration/Sprint gut und weniger gut funktioniert hat. Der Fokus liegt dabei auf der Verbesserung des agilen Prozesses. In den Retrospectiven sollen keine kreativen Lösungen erarbeitet, sondern die Team-Entwicklung gefördert werden.
Diese Retrospektive kann in folgende drei Teile aufgegliedert werden:
→ Was ist gut gelaufen?
→ Was ist nicht so gut gelaufen?
→ Was kann verbessert werden?

Eigene Erfahrungen mit Scrum
Persönlich hab ich nur am Rande mit Scrum zu tun, bzw. zu tun gehabt, zwei Projekte in der Ausbildung galt es mit Scrum zu „Projektieren“ bzw. die „Projektentwicklung“ zu begleiten.
Finde es aber nicht schlecht weitere Projektmanagement Methoden und Tools zu kennen, auch wenn ich persönlich der Meinung bin dass es kein „100% richtiges Tool“ für ein Projekt und eine Person gibt, sondern sich
gutes Projektmanagement das Beste aus vielen Welten, Methoden zu Nutzen macht.
Quellen
- Werte von Srcum
- BIZAGILITY
- Scrum Guide
- Titelbild – Rollen im Scrum Team für ein Produktprojekt (Erfahrung Unternehmen)


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