Honig, für Kleinkinder

lieber nicht, aber Warum?

Honig wird bekanntlich, meist durch unsere Bienen „hergestellt“, durch Imker eingesammelt und aufbereitet. Die Problematik warum Honig nicht für Kleinkinder bis ca. 2 Jahren geeignet ist, bzw. sagen wir für den verzehr gemieden werden soll, entsteht einmal schon bei der Einsammlung der Pollen durch die Bienen, je nach Region ist der Honig durch die unterschiedlichsten Mixturen von Pflanzenpollen entstanden. Was sich halt einfach durch die Vegetation im Umkreis des Bienenstocks ergibt, aber 100% reiner Tannenhonig gibt es halt nicht.

Darum können immer wieder Wirkstoffe der einzelnen Pflanzen in den Honig kommen, und so Allergien oder andere Reaktionen bei den Kindern verursachen. Das ist nur der für mich weniger „gefährliche“ Hintergrund, denn bis mindestens zum 1. Geburtstag sollte man Kleinkindern/Babys keinen Honig geben, weil eine minimale Gefahr besteht an Botulismus zu erkranken. Das ist der sogenannte Säuglingsbotulismus.

Was ist Säuglingsbotulismus?

Es ist eine seltene Erkrankung, welche durch ein Bakterium, dass den gefährlichen Erreger Clostridium botulinum enthält, eine Lebensmittelvergiftung verursacht. Da dieser Erreger vorwiegend in der Umwelt verbreitet ist, ist naturbelassener Bienenhonig für kleine Kinder unter einem Jahr nicht zu empfehlen. Die Bakterien dieser Erkrankung halten sich im unreifen Darm des Babys, vermehren sich dort, keimen auf und produzieren ein nervenlähmendes Gift.

Warum mindestens bis zum 1. Geburtstag warten?

Weil nicht jeder Körper gleich schnell oder langsam sich entwickelt und so der Darm (dessen Abwehrkraft) nicht immer gleich gut ausgeprägt ist, von Kind zu Kind, genau so wie nicht jedes Kind gleich groß oder schwer ist am 1.Geburtstag bzw. sogar bei der Geburt.

Was ist an den Botulismus-Bakterien die im Honig sind für Kleinkinder gefährlich?

Grundsätzlich sei gesagt, dass dieses Bakterium nur sehr selten im Honig vorkommt und damit Säuglingsbotulismus ohnehin unwahrscheinlich ist. Was man auch daran erkennen kann, dass zu meiner Kinderzeit (Baby-Zeit) den Eltern die Verabreichung von Honig in Deutschland sogar empfohlen wurde. Insbesondere bei festem Stuhl. Was damit zusammenhängt, dass die Fructose im Honig bei Babys und Kleinkindern in Mengen abführend wirkt.

Und das was im Honig vorkommt sind vor allem die Sporen. Denn im Honig können Bakterien normalerweise nicht überleben. Ein wichtiger Grund ist der geringe Wassergehalt. Worauf vor allem bei deutschem Imkerhonig geachtet wird. Dadurch wird allen Bakterien das Wasser entzogen und sie sterben.

Die Botulismus-Bakterien sind besonders widerstandsfähig gegen Trockenheit, aber was vor allem im Honig übersteht sind die Sporen. Die Sporen können im Magen keimen. Bei Säuglingen und Babys ist das Problem, dass die Darmflora nicht weit genug entwickelt ist. Auch ist einfach zu wenig Magensäure beim Baby vorhanden um die Sporen gleich abzutöten. Ein Baby entwickelt seine Verdauung erst noch. Mit einem Jahr hat das Baby dann eine sichere Darmflora.

Das Schlimmste aber ist, dass die Botulismus/Säuglingsbotulismus Bakterien ( Clostridium Butolinum) ein Toxin (Gift) bilden, was tödlich ist.

Fazit:

Wieder einmal zeit das das Wissen und die Studien und Möglichkeiten der heutigen Zeit, viele gute alte Hausmittel welche früher noch als „Empfohlen“ galten aussticht, nicht weil die Haumittel generell schlecht sind, ganz im Gegenteil, sondern weil sich der Wissensstand und die Anwendungsempfehlungen dadurch geändert haben.

Darum trifft das Sprichwort „Unwissenheit schützt vor Strafe nicht“ oder blindes Vertrauen auf die Großeltern oder Eltern auch nicht, weil sich einfach Dinge ändern, natürlich muss man nicht gleich Hysterisch werden, und übervorsichtig sein aber eine gesunde Neugierde und Interesse an den Dingen hinter den „Phrasen, und Hausmitteln“ wäre schon angesagt.

Quellen:

www.imkerpate.de

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