Agiles Management ist „tot“

liest man die letzten Wochen und Monate vermehrt, was meint ihr dazu, meine Meinung lest ihr in diesem Artikel.

Warum keiner mehr agil arbeiten will!

Der Leitartikel von heise.de spricht gerade einen für mich sehr positiven Trend an. Wobei vorab zu sagen ist das Ich nicht finde das „Agiles Management“ tot ist sondern nur wieder in die ursprüngliche Form von „früher“ zurück geht -> Der guten. alten „Handschlag“ Garantie!

Dieser Umstand hat für mich einige Gründe:

  • Einmal wurde agiles Management für mich die letzten Jahre einfach als Vorwand genommen die Arbeit schnell und unsauber zu machen gerade hinsichtlich Dokumentation und Kommunikation mit der Begründung „Das Produkt funktioniert ja“.

Dieser Umstand ist ein paar Jahre gutgegangen, aber durch die Pensionierungswelle der „Babyboomer“ Generation und dem nicht dokumentierten Wissen aus dieser Zeit, bzw. dem selbst generierten Fachkräftemangel (lieber viel aber wenige qualifizierte Absolventen, durch diverse Gründe) benötigen wir wieder saubere Dokumentationen, und Wissensdatenbanken und keine KI.

  • Des weiteren sind mit der zunehmenden „Matrixorganisation“ in Unternehmen die Entscheidungsträger ausgestorben, was eine Verschleppung von Terminen und Projekten zur Folge hat, was wiederum einen Änderung bei den wirklichen Führungskräften zur Folge hat. (Kostendruck, Gehalt, Terminschiene und Organisation)

Der Umstand das Entscheidungen über alle Ebene verteilt werden bzw. in der Organisation als Team getroffen werden sollen, verringert das Verantwortungsbewusstsein der einzelnen Personen, einmal gesellschaftsbedingt und einmal durch den Fakt das „Wenn alle Ja sagen wird es schon richtig sein“.

  • Die Einstellung der jungen Leute, keine Verantwortung tragen zu wollen aber möglichst viel Geld und „Life/Work Balance“ zu haben, passt nicht zu einer Wirtschaft welche immer mehr Gewinn und Wohlstand produzieren will.

Früher hat es noch geheißen „von nix kommt nix“ – Heute heißt es „Mindestsicherung“, Mindestlohn und ich arbeite nur noch vom 9-17 Uhr etc.! Zudem wird „Mehrarbeit“ bereits vom Staat mit Steuern schlecht gemacht. Motivation und Antrieb fehlen dadurch für viele Leute, zudem sind Unternehmen oft einfach nur auf Zahlen fixiert und nicht mehr auf den Menschen, was wiederum generell den Antrieb arbeiten zugehen stark reduziert.

  • Der Rückschritt in der Globalen Marktwirtschaft, wir verlieren durch unseren „Wohlstand“ und unsere „Toleranz“ sowie dem „Leak of Leadership“ immer mehr an Boden gegenüber anderen Ländern und Regionen.

Durch die Globalisierung bekommen wir günstig alles 24/7 – 365 Tage im Jahr. Dafür arbeiten viele Menschen unter teils sehr fragwürdigen Umständen, nur das sich die „Westliche Welt“ in Wohlstand und mit Faulheit präsentieren kann. Diese Einstellung hat sich in den letzten Jahren durch Corona und andere Umstände als riesen Problem herausgestellt. „Unsere Gesellschaft verliert den Antrieb um neues zu generieren bzw. wird durch Überangebot faul, und die anderen Gesellschaften werden angefeuert auch einen Teil des Wohlstands zu bekommen, und arbeiten härter oder versuchen wiederum durch andere Methoden (Migration etc.) sich „das scheinbar luxuriöses Leben“ hier zu ermöglichen.

  • die meisten Menschen sind gerne in einer strukturierten, sichereren Umgebung. Sicherheit liefert zugleich eine Art Wohlfühlgefühl, was wiederum zu normalerweise Strukturen führt da Struktur zugleich eine Form von Sicherheit (Klarheit in Abläufen) führt. Natürlich alles in einem gewissen abgesteckten Rahmen und mit definierten Regeln, was ja eigentlich die Grundlage jeder Gesellschaft darstellt.

Quasi „Die Regeln des Zusammenlebens“, in eine Beziehung, Gesellschaft, in einem Unternehmen etc.

Diese Regel werden leider durch viele Menschen mit Füssen getreten und durch unsere „Systemlandschaft“ nur noch Unterstützt (Politik) anstelle Aufrechthaltung der „Gesellschaft“ wird der Verfall noch weiter beschleunigt.

Aber nun wieder retour zum eigentlichen Punkt, ob und warum das „Agile Management tot zu sein scheint“?

Durch das Agile Management wurden viele Dinge, welche zusammenhänge mit oben angeführten Gründen nicht sauber definiert, was wiederum zu Unsicherheiten und vermehrtem Dokumentation Bedarf bzw. Kommunikation in irgendeiner Form geführt hat. Was wiederum mehr Zeit benötigt und ein Widerspruch zu schnell und zielführend, sprich funktionierende Produkte/Projekte.

Es ist per se nichts alles schlecht am „agilen“ und wir konnten viele Dinge und Learnings aus diesen Methoden ziehen, und einiges wird sich sicher auch halten, und mit bestehenden (älteren) Methoden verschmelzen.

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